Rückblick 2017

Frau – Verrückt –Künstlerin
Unter diesem Motto stand die Sonderausstellung im Frühjahr. Gezeigt wurden Exponate von Frauen, die sich in psychiatrische Behandlung begeben mussten. Viele der Bilder entstanden während dieses Aufenthaltes. Einige der Künstlerinnen wurden Opfer der NS-Euthanasie-Verbrechen. Alle Bilder sind im Original in der Sammlung Prinzhorn in Heidelberg zu sehen. Doris Noell-Rumpeltes, Mitarbeiterin der Sammlung Prinzhorn, eröffnete mit einem Vortrag über die Biografien der ausgestellten Künstlerinnen die Sonderausstellung.

| Bild: | Abb.Inv. NMr. 3184, Clara Marie Lucie Maquet, "Traum", Juli 1914 © Sammlung Prinzhorn


Stolpersteinverlegungen in Hadamar
Am 4. Oktober 2017 wurden zum zweiten Mal Stolpersteine für jüdische Hadamarer verlegt. Der Kölner Künstler Gunther Demnig, der diese Form der öffentlichen Erinnerung ins Leben gerufen hat, verlegte auch diesmal wieder die Steine.
Viele Bürgerinnen und Bürger aus Hadamar begleiteten die Aktion. Erarbeitet wurden die Biografien von engagierten Menschen, die sich seit 2014 regelmäßig in den Räumen der Gedenkstätte treffen.
Das Begleitprogramm zur Verlegung wurde dieses Mal mit Texten, Gesang und Tanz von Viertklässlern der Herzenberg Grundschule in Hadamar gestaltet. Vier Schülerinnen und Schüler der Fürst-Johann-Ludwig-Schule verlasen zudem Biografien von Opfern.

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"Wahrheit nach 75 Jahre. "Euthanasie"-Morde in Hadamar."
Ein Artikel von Wolfgang Türk auf hessenschau.de.


"Mit Gas gegen 'leere Menschenhülsen'"
Ein Artikel von Jan-Erik Schulte auf ZEIT ONLINE.