Jüdische Opfer im Rahmen der "T4-Aktion"
Im Rahmen der "T4-Aktion" sind in Hadamar 328 jüdische Patientinnen und Patienten ermordet worden. Bei ihrer Selektion wurde nicht auf Arbeitsfähigkeit oder mögliche Heilbarkeit geachtet. In ihrem Fall war allein die Tatsache ausschlaggebend, dass sie als jüdisch galten.Die Ermordung der jüdischen Patientinnen und Patienten wurde im Rahmen der "T4-Aktion" gesondert durchgeführt. Die jüdischen Opfer kamen aus 41 staatlichen, konfessionellen und privaten Anstalten aus dem heutigen Land Hessen, dem Rheinland und Südwestdeutschland. Sie wurden über die "Sammelanstalten" Andernach, Düsseldorf-Grafenberg und Heppenheim in die Tötungsanstalt Hadamar gebracht und dort zwischen dem 4. und 15. Februar 1941 in der Gaskammer ermordet.
Die Angehörigen erhielten mehrere Wochen bzw. Monate später eine Sterbeurkunde mit dem falschen Todesort Cholm oder Chelm/Post Lublin im besetzten Polen.
Von den jüdischen Patientinnen und Patienetn sind bislang nicht viel mehr als die Namen sowie die Geburts- und Sterbedaten bekannt. Aus diesem Grund können statt beispielhafter Lebenswege stellvertretend nur zwei jüdische Opfer benannt werden.
Johanna "Sara" Frankenhaus
geb. am 11. Juli 1881
gest. am 14. Februar 1941
Alfred "Israel" Kramer
geb. am 22. Dezember 1898
gest. am 4. Februar 1941



