Personal

1941 arbeiteten in der Tötungsanstalt Hadamar ("T4-Aktion") ca. 100 Personen. Sie waren in fünf Bereichen tätig:

Transportabteilung mit Transportleiter, Busfahrern, begleitendem Pflegepersonal,

Aufnahmeabteilung mit weiblichen und männlichen Pflegekräften und Fotografen,

Tötungsabteilung mit leitendem Arzt und seinem Stellvertreter sowie den so genannten "Brennern",

Verwaltungsabteilung mit Verwaltungsleiter, Standesbeamten, der so genannten "Trostbriefabteilung" und Urnenversand,

Wirtschaftsabteilung mit Wirtschaftsleiter, Köchen, Küchenhilfen, Heizern, Waschfrauen usw.



Von 1942 bis 1945 ("zweite Mordphase") waren in der Tötungsanstaltanstalt drei Personengruppen beschäftigt:

Arzt und Pflegepersonal: Der einzige Arzt, die Oberschwester und der Oberpfleger legten fest, wer getötet werden sollte. Nur bestimmte Pflegekräfte erhielten den Auftrag zur Verabreichung der tödlichen Medikamente.

Verwaltungsabteilung: Sie war zuständig für die Koordinierung der reichsweiten Patiententransporte, die Korrespondenz mit Angehörigen und Behörden und das Friedhofskommando bestehend aus Arbeitspatienten unter der Leitung eines Pflegers.

Wirtschaftsabteilung: Sie sorgte für die Verpflegung, die Eigenproduktion von Fleisch, Gemüse und Obst und den Einsatz von arbeitsfähigen Patientinnen und Patienten.