Erfahrungsbericht

Freiwilliges Jahr in der Gedenkstätte - ein Resümee

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Ihr freiwilliges Jahr neigt sich dem Ende und Mitte August verabschiedet sich die Gedenkstätte von Lara Hilbricht (FSJ), Maria Verhoeven (BFD) und Noah Böckling (FSJ) (v.l.n.r.). Foto: Franziska Schmidt, 2018.
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Wer sich bewusst gegen eine „klassische“ Einsatzstelle eines freiwilligen sozialen Jahres oder eines Bundesfreiwilligendienstes, wie zum Beispiel den Kindergarten und das Krankenhaus, entscheidet, aber sich dennoch sozial- und gesellschaftspolitisch engagieren will, trifft mit der Gedenkstätte Hadamar eine sehr gute Wahl. Man entscheidet sich für einen abwechslungsreichen Freiwilligendienst an einem ungewöhnlichen und bedeutungsvollen Ort, wo eine aktive Beteiligung an historisch-politischer Bildung möglich ist.

Direkt von Beginn unseres Freiwilligendienstes an wurden wir von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Team integriert und sie standen uns bei Fragen und Problemen immer zur Verfügung.

Im Rahmen unseres Freiwilligendienstes setzten wir uns intensiv mit der Thematik der NS-„Euthanasie“ auseinander, beispielsweise durch die Arbeit mit historischen Akten oder durch Recherchen. Jedoch gehörten zu unseren Aufgaben auch weitere Themengebiete.
Durch die Betreuung von dreistündigen Führungen für Schulklassen bekamen wir nicht nur Einblicke in die tägliche, pädagogische Arbeit einer Gedenkstätte, sondern erlangten auch mehr Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit.
Des Weiteren erledigten wir Verwaltungsaufgaben wie Terminvereinbarungen und die Koordination von Besuchsgruppen oder halfen im Bereich des Marketings bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen.

Durch die selbständige und eigenverantwortliche Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen sind wir individuell gewachsen und sammelten nützliche Arbeitserfahrungen. Die Gedenkstätte als Einsatzstelle bietet den Freiwilligen also das ganze Jahr über die Möglichkeit, sich nicht nur inhaltlich und methodisch, sondern vor allem auch persönlich weiterzuentwickeln.

Lara Hilbricht, Maria Verhoeven, Noah Böckling