Hadamar-Gespräche

Eine Vortragsreihe mit dem Stadtarchiv Limburg

Frauen als Täter. SS-Aufseherinnen in Konzentrationslagern

Am Donnerstag, 22. November 2018, 19:00 Uhr, findet der letzte diesjährige Vortrag in der Reihe, „Hadamar-Gespräche – zu Medizingeschichte, Nationalsozialismus und den Folgen“ statt, die gemeinsam von der Gedenkstätte Hadamar und dem Stadtarchiv der Stadt Limburg veranstaltet wird.

Dr. Simone Erpel spricht über „Frauen als Täter. SS-Aufseherinnen in Konzentrationslagern“. Noch immer ist weitgehend unbekannt, welche Rolle Frauen als Täterinnen in Konzentrationslagern spielten. Die NS-Täterforschung hat lange den Schwerpunkt auf hochrangige Täter gelegt. Heute rücken auch „kleine“ Täter in den unteren Diensträngen, wie z. B. die SS-Aufseherinnen als Teil der Wachmannschaften, ins Blickfeld. Der Vortrag analysiert die Dynamik „alltäglicher“ Gewalt von Aufseherinnen gegen Häftlinge und behandelt exemplarisch die Beteiligung des weiblichen Wachpersonals an befohlenen Mordaktionen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern.

Die Referentin, Dr. Simone Erpel arbeitet als Historikerin und Ausstellungsmacherin in Berlin. Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden der deutsch-jüdische Widerstand, die Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück sowie die Täterschaft von Frauen. Sie ist Kuratorin u.a. der Ausstellungen „Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Verbrechen“ im Deutschen Historischen Museum Berlin und „Im Gefolge der SS. Aufseherinnen des Frauen-KZ Ravensbrück“ in der Gedenkstätte des Frauen-KZ Ravensbrück.

Veranstaltungsort: Sitzungssaal des Limburger Rathauses (Altbau), Werner-Senger-Straße 10, Limburg.
Der Eintritt ist frei.
Weitere Auskünfte erteilt Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker, Tel. 06431/203368, Email: christoph.waldecker@stadt.limburg.de